Antwort auf: Konzertierte Aktionen

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#379
Gert Müller
Teilnehmer

Liebe Kyra, liebe alle,

ich habe deine Nachricht nur auf Umwegen erhalten. (Hast du meine richtige Email-Adresse ?)
Und ich muss sagen, dass ich schon etwas erstaunt bin über deinen Bericht.

Ich möchte vorausschicken, dass mir unser letztes BI-Treffen Mut gemacht hat, weil ich so etwas wie Aufbruch gespürt habe. Vielleicht lag es an dem etwas zähen Winter mit BI-Treffen, die mangels Beteiligung recht müde und trostlos wirkten. Ich teile also nicht unbedingt die Einschätzung von Ute und Ernst, dass wir schon ganz viel erreicht haben: Eselshütt ist längst nicht abgeblasen, weitere Projekte liegen in der Pipeline (Lichtenhain etc.), nicht einmal Haßleben ist abgeschlossen, es wird weiter munter gespritzt und sogar Naturschutzgebiete werden offiziell zur Farce. Wir wirbeln auf, aber die Gegenseite walzt einfach weiter.
Da wirkte das letzte BI-Treffen erfreulich tatkräftig und entschlossen – Greta Thunberg sei Dank !

Was du jetzt aus Zehdenick berichtest, wirkt für mich allerdings wie ein Schlag in die Magengrube, und ich bin nicht bereit, mich davon runterziehen zu lassen. Wer nichts mit Ferienhausbesitzern zu tun haben will, muss wohl ohne mich auskommen. Wer für die Schöpfung beten möchte, kann dies gerne tun, ich möchte aber den Ausverkauf beim Namen nennen. …

Ich glaube übrigens auch, dass der Kampf gegen das Gas schon so viel Unterstützer hat, dass er mich gar nicht braucht. Ich hätte mir gewünscht, dass gegen die Pestizidspritzerei auch mal 400 Leute das Wort erheben, weil ich diesen Kampf schon lange (seit 2011) führe und für mindestens genau so wichtig halte, auch wenn er viel abstrakter und globaler ist und daher von vielen scheinbar in seiner Tragweite nicht recht verstanden wird.

Kurz gesagt: Ich werde auf die Forderungen aus Zehdenick nicht eingehen. Ich bin also wirklich dafür, dass in Zehdenick gegen Gas gekämpft wird (ist ja auch wirklich wichtig) und dass wir in Templin vereint mit anderen BIs gegen Industrialisierung der Landwirtschaft kämpfen. Und wenn die Hütte dann sozusagen an zwei Ecken brennt, ist das doch auch ganz hübsch. Lasst uns den 13.04. weiter vorantreiben, dann machen wir uns mit Zehdenick auch wenigstens zeitlich keine Konkurrenz, und die Zeitung hat an zwei Wochenenden was zu berichten.

Viele Grüße
Gert